Systemhäuser im Kampf gegen Covid-19

Die derzeitige Situation motiviert immer mehr Unternehmen, ihren Mitarbeitern die Arbeit aus dem Home-Office zu ermöglichen. Systemhäuser müssen nun den Spagat zwischen effizienter Verwaltung und IT-Sicherheit der dezentralen Geräte sowie der Absicherung ihres eigenen Unternehmens im Krisenfall meistern.

Der Hilferuf von Unternehmen ereilte in jüngster Vergangenheit dank Covid-19 viele Systemhäuser: Die Mitarbeiter sollen möglichst schnell effektiv vom Heimarbeitsplatz agieren können. Für Systemhäuser bedeutet dies, innerhalb kürzester Zeit passende Notebooks zu besorgen und VPNs für den Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk auszurollen. Um hier als IT-Dienstleister den Überblick zu behalten benötigt die Vielzahl dieser dezentralen Geräte ein sauberes Management. Was ist ad-hoc notwendig, um seinen Kunden den Heimarbeitsplatz einzurichten? Wie kann man als Systemhaus anschließend in Ruhe für Sicherheit sorgen und den notwendigen Überblick behalten?

Höchste Priorität hat die Erreichbarkeit der Kunden per Telefon mit einem Voice-over-IP-System, das sowohl per Software-Client auf dem Notebook als auch per App auf weiteren mobilen Endgeräten installiert werden kann. Für den Zugriff auf Anwendungen und Dokumente ist VPN oft der erste Ansatz. Wenn Bandbreite und Leistung der Firewall bei Endkunden an ihre Grenzen stoßen, sind Terminalserver  und Anwendungsserver  in der Cloud sowie Datei-Synchronisations-Tools eine gute Wahl. Zusätzlich ermöglichen Workspace-Provisioning- und Streaming-Plattformen  eine schnelle und sichere Bereitstellung von Applikationen und Daten per Browser. Mit Hilfe einer Remote Monitoring & Management Software  hat das Systemhaus darüber hinaus die Möglichkeit, alle Geräte zu überwachen, sicherheitsrelevante Software Updates zu installieren, Webfilter zu verwalten und Virenscanner zu aktivieren. 

„Um diese Leistungen als Managed Services zu erbringen, unterstützen wir als acmeo alle Systemhäuser in der derzeitigen Situation neben unserem cloud-basierten Produktportfolio mit kostenfreien Managed-Services-Vorlagen  für Clients, Microsoft 365 und IT-Sicherheit sowie passenden Leistungsbeschreibungen. Unser Ziel ist es, dass IT-Dienstleister in der Lage sind, Managed-Services-Produkte konzeptionell sauber und in kurzer Zeit aufzubauen, damit sie bei ihren Endkunden schnell eine Vereinbarung schließen können – und somit auch die positive Chance der Corona-Krise nutzen“, erläutert Henning Meyer, Geschäftsführer der acmeo GmbH. „Wer das passende Know-how zu den Vorlagen erhalten möchte, kann sich dieses in unseren Online-Trainings  aneignen. Gerne steht unser Team pragmatisch zur Verfügung.“

IT-Sicherheit im Home-Office – wie passt das zusammen? 
Die Vielzahl der dezentralen Geräte bedeutet ein größeres Sicherheitsrisiko, da diese sich außerhalb der unternehmenseigenen Firewall befinden. Deswegen ist es für Systemhäuser ratsam, sich im zweiten Schritt Gedanken bzgl. der IT-Sicherheit zu machen und seinen Kunden passende Managed-Security-Pakete anzubieten. Das kann einerseits eine erhöhte E-Mail-Sicherheit  durch Anti-Spam, Advanced Threat Protection, Verschlüsselung und KI-basierte Systeme zur Analyse von eingehenden E-Mails bedeuten. Denn Cyberkriminelle nutzen die Angst und Unsicherheit in der Bevölkerung vor dem Coronavirus und versenden täuschend echt wirkende Phishing-E-Mails oder Spoofing-Links zu dem Thema. Auch die Sensibilisierung der User  kann sich ein Systemhaus in diesem Zusammenhang mithilfe der passenden Lösung auf die Fahnen schreiben.

„Es geht hier nicht darum, dem Endkunden einzelne Software-Pakete zu verkaufen. Managed Services bedeuten immer, dass ein Feature-Set einer Software mit definierten Dienstleistungen des Systemhauses veredelt. Im Security-Bereich kann dies beispielsweise eine zugesicherte Interventionszeit bei unternehmenskritischen Problemen, die tatsächliche Installation von Sicherheits-Updates oder die aktive Pflege von Black- & Whitelists des Webfilters sein“, erläutert Meyer.

Mein Kunde kann nicht zahlen – wie sichere ich mein Business?
Doch nicht alle Unternehmen sind derzeit in der Lage, in zusätzliche Services auf monatlicher Basis zu investieren. Viele Systemhäuser spüren bereits den kundenseitigen Druck, dass diese ihre Verträge aussetzen oder Kosten reduzieren möchten. Managed Services Provider haben hier den Vorteil, dass sie ihren Kunden eine beitragsfreie Zeit ermöglichen und dafür bestimmte Leistungen verändern oder reduzieren – wie zum Beispiel ausgesetzte Wartungen oder reduzierte Schutzleistungen. Hier ist es ratsam, gemeinsam mit dem Endkunden zu entscheiden, welche Risiken eingegangen werden können oder welche Systeme momentan nicht genutzt werden. Agiert das Systemhaus auf Basis von Pay-per-Use-Lösungen, ist es in der Lage, diese reduzierten Leistungen auch beim Hersteller oder Distributor herabzusetzen und selbst Kosten einzusparen und die Liquidität zu sichern. „Mein Tipp ist, dass MSPs ihre Dienste nicht vollständig kündigen, sondern auch beim Lieferanten in die Leistungsreduzierung gehen. Den ‚unbezahlten Urlaub‘ ihrer Kunden können sie dann an die Laufzeit des Vertrags dranhängen“ so Meyer.

Sollten dennoch Umsätze wegfallen, hilft ein Notfallplan weiter. Hier sollten u. a. Antworten für das weitere Vorgehen sowie den minimalen Mitarbeiterbestand gefunden werden, um das Unternehmen nicht zu gefährden. „Im schlimmsten Fall bedeutet das leider, sich von Mitarbeitern in der Probezeit zu trennen, wenn sich die Krise weiter verschärft“ erläutert Meyer. Eine weitere Möglichkeit ist an dieser Stelle die Kurzarbeit, die frühzeitig angemeldet und mit dem Lohnbüro abgestimmt werden sollte. Wichtig ist hier ebenfalls, dass die eigenen Mitarbeiter bei diesem notwendigen Schritt mitgenommen und ihnen die Relevanz der Erhaltung der Arbeitsplätze nähergebracht werden.

„Diejenigen, die in den vergangenen Jahren auf Managed Services gesetzt haben, sind aufgrund der monatlich wiederkehrenden Roherträge heute in einer deutlich besseren Position, um die derzeitige Situation erfolgreich zu meistern“, resümiert Henning Meyer.

Veröffentlicht: 01.04.2020     

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